design by atikon.com - Werbeagentur Linz, Österreich
Überwiegend sonnig
Viel Sonne, nur hin und wieder dünne Wolken. In der Früh kalt, am Nachmittag zunehmend mild.
Temperaturen: -5 bis +22 Grad
 

Luxbacher

Die Hypertonie

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Ich halte meinen letzten Wochenbericht („Der Hitzekoller“, wer sich erinnern kann) ja für einen der besten Berichte überhaupt. Aber da gehen die Meinungen sicher auseinander.

Sie denken vielleicht, dass das ohnehin jede Woche ein kompletter Schwachsinn ist, oder Sie haben Ihren persönlichen Favoriten im September 2005 geortet oder Sie haben überhaupt noch nie etwas von mir gelesen. Und die Frau Dagmar Koller wird auch ihre eigene Meinung zum „Hitzekoller“ haben.

Wie auch immer, beinahe wäre dieser Bericht der letzte gewesen. Mag sein, dass mir ein rascher Tod am Höhepunkt meines Schaffens Unsterblichkeit in den Herzen der Leser verschafft hätte. Nur lebe ich halt doch recht gerne. Aber damit Sie das alles jetzt verstehen, muss ich wohl die Geschichte von vorne erzählen.

Also, ich habe ein Herz. Ja, wirklich. Das Herz ist natürlich in meinem Alter, also mein erstes Herz. In der gleichen Zeit habe ich eine Reihe von Mobiltelefonen weggeworfen, mehrere Waschmaschinen verbraucht und zahllose Hemden verschlissen. Das Herz ist original.

Und dazu kommen dann noch die bei den Doktoren so genannten Risikofaktoren. Also ich rauche, ich esse gerne und könnte von meinem Lebendgewicht durchaus was abgeben, ich habe den Stress, jede Woche eine halbe Seite in dieser Zeitung zu schreiben, und ich rege mich zwischendurch mit Leidenschaft auf.

Aus der Summe dieser Faktoren dürfte ich ja längst nicht mehr leben. Und so begab es sich jüngst, dass ich links neben dem Herzen einen Schmerz verspürte, Schweißausbruch, alles was man sich vorstellen kann. Und darum hat mich natürlich die Luxbacherin, wer sie kennt, gleich zum Doktor R. Geschickt. Über den bevorstehenden Besuch beim Doktor R. habe ich mich dann so echauffiert, dass ich beinahe wirklich beim Petrus angeklopft hätte.

Schlussendlich war der Doktor R. dann aber eh ganz nett, hat alles Mögliche untersucht, ein EKG gemacht und tüchtig den Blutdruck gemessen. Und ich darf vermelden, dass Herz und Lunge des Luxbacher sich in einem überaus erfreulichen Zustande befinden. Das Blut des Luxbacher wollen die Leute im Labor noch genau ansehen. Ok, die sind halt neugierig.

Allerdings, das ist die schlechte Nachricht, ist halt der Druck des Luxbacher, der allgemein so genannte Blutdruck, ein wenig zu hoch. Da könnte, meint der Doktor R., eine Hypertonie um die Ecke biegen. Also nur zur Erinnerung: Ganz super gut ist so ein Blutdruck, wenn er so bei 120 zu 80 ist. Bis 135 zu 85 muss man sich gar keine Sorgen machen. Wenn der Blutdruck da aber drüber ist, wohl aber noch unter 145 zu 95, spricht zumindest jener Teil der Pharmaindustrie, der die geeigneten Tabletten herstellt, von einer Vorhochdruck-Phase.

Und, ja, ich muss es zugeben, da bin ich mit den 140 zu 90 meiner ersten Kontrollmessung mitten drin. Der Luxbacher nähert sich der Hypertonie. Der Satz von Mark Twain „Die Nachrichten von meinem Tode sind stark übertrieben“ gilt allerdings auch für mich.

Und jetzt messe ich halt täglich meinen Blutdruck. So lange, bis ich entweder den Idealzustand von 120 zu 80 auf dem Display sehe oder das rote Hypertonie- Lamperl blinkt.

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und wie hoch ist Ihr Blutdruck?

Ein Unternehmen der Aistleitner-Holding
SVZ.AT als Startseite festlegen Zurück Drucken
Salzburger Volkszeitung, Schrannengasse 6, 5020 Salzburg
Tel: +43(0)662/879491, Fax: +43(0)662/87949113, Mail: