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Überwiegend sonnig
Viel Sonne, nur hin und wieder dünne Wolken. In der Früh kalt, am Nachmittag zunehmend mild.
Temperaturen: -5 bis +22 Grad
 

Luxbacher

Alles ist gut

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob Sie das auch kennen, dass man da so in der Sonne liegt, nichts zu tun hat und dann so zwischen Traum und Wirklichkeit das Leben an einem vorbei zieht. Also jetzt nicht die Geschichte mit dem Tunnel und dem Hellen Licht und dem Petrus mit dem Begrüßungscocktail. So weit würde ich da nicht gehen. Diese Woche jedenfalls hatte ich ein solches Erlebnis. Stellen Sie sich also den Luxbacher vor. Und dann stellen Sie sich eine so genannte Gartenliege vor. Und dann stellen Sie sich die Kombination daraus vor. Also den Luxbacher auf der Gartenliege. Und dann stellen Sie sich über dem Luxbacher noch die Sonne vor. Also ich liege da so und denke plötzlich an das schöne, kühle Behandlungszimmer bei meinem Zahnarzt, dem DDr. B. wer ihn kennt. Und ich denke an das schöne Gefühl, wenn ich da so liege und der DDr. B. bohrt lustig herum und freut sich auf den neuen Maserati, den er da gerade wieder verdient und ich starre an die hübsche, weiße Decke mit den dekorativen Löchern. Und dann fällt mir noch ein, wie angenehm entspannt ich damals, es ist zugegeben schon ein paar Wochen her, vor der Matura war. Diese nette Plauderei in einer allgemein so genannten Fremdsprache mit der Frau Froschfresser-Professorin, deren Name bereits in das Reich der Vergessenheit entflohen ist. Super ist auch die Entwicklung unserer Bundesregierungen. Kreisky war genial, Sinowatz der Hammer, Vranitzky ein Sir durch und durch, der Klima hat Österreich richtig weiter gebracht, die Radlerhose vom Gusenbauer war supergeil, Schüssel mit Mascherl schon ein toller Hecht und mit Krawatte dann quasi Staatsmann und mit Werner der Grinsekatze hat nun Österreich endlich, gleich einem fulminanten Finale, den Bundeskanzler den es verdient. Und die superguten Minister die wir immer haben. Der Blaulicht-Gorbach, dem Österreich immer ein wenig klein vorgekommen ist, der Strasser-Ernsti, der immer so fesch die Hand aufgehalten hat, die Schotter-Mitzi der sowohl Kieberei als auch Finance liegen und die göttliche Frau Bandion-Ortner. Für solche Politiker muss man dankbar sein. Was heißt dankbar, auf die Knie sinken muss man und den Herrn preisen. Den Finanzminister Grasser könnten wir heute noch haben, wenn er nicht denn doch zu reich, zu gut ausgebildet, aus zu gutem Hause und zu fesch gewesen wäre. Aber seien wir dankbar für die Tage mit ihm. Halleluja. Und das wir bei jeder Betankung unserer so genannten Kraftfahrzeuge fast neunzig Prozent des günstigen Spritpreises, von weniger als zwei Euro, unserem geliebten Vaterland widmen dürfen, rührt doch auch an unser Herz. Jedes Jahr die neue, hübsche, stets in feschen Farben präsentierte Autobahnvignette! Gepriesen sei sie, die Vignette, nebst unserm Glück in diesem Land leben zu dürfen. Unsere Kinder sind Staatssekretäre und integrieren die zwei Neger, die sich partout nicht abschieben lassen wollten, auf das Vortrefflichste. Ich kann mich auch noch genau erinnern, wie schön, lustig und harmonisch das war, damals, wie ich mit der Luxbacherin, wer sie kennt, das Schuhregal vom IKEA zusammengebaut habe. Gott, haben wir gelacht. Das Leben ist wunderbar. Alles ist gut! Und es hat siebenunddreißig Grad.

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und hatten Sie schon einmal einen Sonnenstich?

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