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Höhepunkt der Kältewelle
Am Vormittag zeitweise sonnig. Am Nachmittag breiten sich Wolken und leichter Schneefall allmählich auf den Großteil Salzburgs aus.
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Luxbacher

Die Ketten

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Manche Dinge so im Jahreslauf kündigen sich ja lange vorher schon an. Und dann überraschen sie doch immer wieder.

Nehmen wir nur den ersten Schnee in Wien. In den so genannten westlichen Bundesländern, also dort, wo die richtigen Österreicher wohnen, ist Schnee ja nicht so ein wahnsinnig großes Problem. Nein, viele rechnen im Winter sogar damit, dass es schneit, freuen sich regelrecht drüber und nützen den Schnee sportlich oder einfach nur für das winterliche Ambiente. Etwas anders ist das in der allseits so beliebten Bundeshautstadt Wien. Wenn dort im November Schnee fällt, also trotz Klimaverschiebung und so, sind alle total überrascht. Und jetzt ist natürlich die Stadt Wien aus den so genannten westlichen Bundesländern nur dadurch zu erreichen, dass man durch diesen großen Kobel von Wienerwald fährt – so man das auf der beliebten Westautobahn tut, noch dazu auf dem schlechtesten Stück Autobahn in ganz Europa. Vielleicht das eine oder andere Stück in Albanien einmal ausgenommen.

Und wenn es da rund um Wien zu einer so ungewöhnlichen Jahreszeit wie im Winter schneit, da sind dann natürlich alle ganz fertig. Verkehrschaos. Alles steht. Sechzehn Stunden frieren die armen Autofahrerinnen und Autofahrer in ihren Karossen. So auch heuer wieder vor einigen Wochen. Und nicht zum ersten Mal. Und auch sicher nicht zum letzten Mal.

Schuld war übrigens diesmal die ASFINAG. Das ist in Österreich ganz wichtig. Da sitzen die Leute noch immer frierend in ihren sommerbereiften Autos und schauen blöd, da wird im Fernsehen schon in einer Livediskussion geklärt, wer schuldig ist am Elend. Und diesmal hat eben die ASFINAG verloren. Die sind schuld. So einen Schnee darf es nicht geben. Bei einer guten ASFINAG hätte sich der Schnee so was gar nicht getraut.

Aber so ist das eben, jeder weiß, dass der Winter kommt und wenn er dann da ist, weiß trotzdem keiner, wo die Schneeketten sind. Wäre aber eh egal, wenn man es auch wüsste, kann sie ja eh keiner anlegen.

Mit Weihnachten ist es ja auch so. Ja, so wie mit den Winterreifen, an die ich Sie ja auch rechtzeitig erinnert hätte, was aber wieder nix geholfen hat, darf ich Sie auch rechtzeitig darauf hinweisen, dass auch heuer wieder Weihnachten gefeiert werden wird. Der heilige Abend wäre am 24. Dezember. Abends. Natürlich.

Dass es sich dabei um dieses Fest handelt, wo gerne verschiedenste Geschenke unter einen allseits so genannten Weihnachtsbaum gelegt werden, um Familie, Freund und Bekannte zu erfreuen, darf Ihnen der Vollständigkeit halber ebenfalls an dieser Stelle mitgeteilt werden. Obwohl Sie wahrscheinlich eh schon den einen oder anderen dezenten Hinweis des Handels mitbekommen haben.

Ja diese seit Wochen brennenden zusätzlichen Straßenlichter, diese eigenartige Musik, die fehlenden Parkplätze, die Gutscheine verteilenden Weihnachtsmänner, das sind alles so kleine, versteckte Hinweise darauf, dass das Christkind bald kommt. Natürlich nur dann, wenn Sie bis dahin die Geschenke zusammen haben. Und während ich das schreibe, spüre ich die Sinnlosigkeit, weil so wie bei den Schneeketten wird das auch wieder nix helfen. Am letzten Tag werden Sie in den langen Schlangen stehen. Und weder die ASFINAG noch der Luxbacher werden schuld sein. Nur Sie. Ha!

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und gilt heuer für den Krampus die absolute Kettenpflicht?

Ein Unternehmen der Aistleitner-Holding
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