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Höhepunkt der Kältewelle
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Luxbacher

Die Roulade

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Sind Sie eh schon tüchtig in Weihnachtsstimmung?

Also ich hab mir ja am letzten Wochenende alles an Weihnachtsstimmung rein gezogen, was irgend möglich war. Umringt von einer geschätzten Milliarde Touristen und einer Hand voll Einheimischer war ich bei so ziemlich allen Christkindlmärkten, die in der Stadt Salzburg geboten werden. Und als Folge daraus entstand natürlich eine unglaubliche Sehnsucht nach Einsamkeit, Natur, Ursprünglichkeit und Landschaft.

Und so führte mich am Sonntag mein Weg zum Winterstellgut. Einer Errungenschaft, die wir, wie so vieles andere auch in diesem Land, einem Getränk verdanken. Red Bull. Denn nur der unerschöpflich sprudelnde Geldregen dieses Wundergetränkes erlaubt es eben, mitten in die Landschaft ein naturgetreues Ebenbild von Ursprünglichkeit und Idyll zu bauen. Dort war natürlich Christkindlmarkt angesagt. Wie gehabt. Aber mit deutlich weniger Publikum. Eine Freude. Und da hab ich mir natürlich auch gleich ein paar läutende Engerl gekauft und so was halt. Und einen Weihnachtsstollen für das leibliche Wohl.

Recht konzentrieren konnte ich mir aber ohnehin nicht. Ich musste immer an die Rouladen denken. Vor allem vor den Ställen im Winterstellgut. Denn vorher bin ich noch im Gasthaus zum H. eingekehrt. Und da gab es Fohlenrouladen. Und wenn man dann nachher so die lebenden Rouladen so im Stall stehen sieht, denkt man unweigerlich darüber nach, was man eigentlich alles essen darf. Bei Schwein und Rind gibt es da irgendwie ein gesellschaftliches Übereinkommen. Die werden gegessen und aus. Aber Fohlen. Natürlich, in China gibt es Fleischhund. Und keiner denkt sich was. Und ich möchte auch gar nicht im Detail berichten, was ich da in China sonst schon so alles gegessen habe. Entenspeiseröhre ist übrigens sehr delikat. Aber Fohlen sind eben irgendwie so fürs Herz. So süß. Schmecken aber auch sicher super. Obwohl ich natürlich nicht probiert habe. Nein, nein. Ich hab Reh gegessen. Natürlich Rehe sind auch nett. Aber meines war ja ohnehin schon tot. Also ob ich das jetzt gegessen hätte oder nicht. Das Fohlen für die Rouladen freilich auch. Ich denke, wir werden das jetzt nicht abschließend klären können. Jedenfalls die Landschaft rund um das Winterstellgut und die Rouladen, die da so im Schnee rumlaufen oder die Kutschen ziehen, waren sehr hübsch. Empfehlenswert. Mahlzeit.

Jetzt hat mich die Realität natürlich längst wieder eingeholt. Weihnachten naht. Da wird man Geschenke gut brauchen können. Aber was. Irgendwie erscheint es ja bei jeder Idee für ein Geschenk an einen lieben Menschen dann doch so, als hätte der das schon, würde es nicht wollen oder brauchen oder beides.

Natürlich kann man mit einem feschen Ringerl oder einem pelzigen Manterl, womit wir inhaltlich wieder nahe an der Roulade wären, oft nicht viel falsch machen. Das Konto wird dann halt recht arg in Mitleidenschaft gezogen. Die besonders schwer zu findenden Geschenke sind ja gerade die kleinen. Für die Kollegen, die Oma, die Tante, die Putzfrau, die Nachbarn. Und damit Sie heute einmal wirklich richtig vom Zeitunglesen profitieren, hier das ultimative Kleingeschenk: Das neue Luxbacher- Buch. Alle Luxbacher-Berichte von März 2006 bis März 2007 und als Bonus Zeichnungen, die es in der Zeitung ja nicht gibt. Und das alles für schlappe 14,90. Das beste Geschenk. Mehr Luxbacher bekommen Sie nirgends für so wenig Geld. www.svz.at

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und telefonisch können Sie Luxbacher Band 2 natürlich auch bestellen.

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