design by atikon.com - Werbeagentur Linz, Österreich
Höhepunkt der Kältewelle
Am Vormittag zeitweise sonnig. Am Nachmittag breiten sich Wolken und leichter Schneefall allmählich auf den Großteil Salzburgs aus.
Temperaturen: -25 bis -9 Grad
 

Luxbacher

Schweine und Ratten

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Am Jahresende verfliegt die Zeit ja doppelt schnell. Da ist man gerade so schön drin in der weihnachtlichen Beschaulichkeit, und dann ein paar leuchtende Raketen, ein paar Knaller ein paar Schweine, und schon sind die Zigaretten teurer und der alte Kalender ganz alt.

In den letzten Tagen des alten Jahres hatte man ja den Eindruck, es wird keines mehr geben. Alles muss noch vor dem letzten Dezember-Tag passieren. Das dürfte in den Genen der Menschen liegen. Nur ja nix vergessen im alten Jahr. Vor allem nicht die guten Vorsätze für das neue Jahr.

Also theoretisch könnte man sich ja auch am 27. Februar gute Vorsätze machen. Selbst am 29. Februar wäre das möglich. Halt nicht in jedem Jahr. Auch der 21. Juni eignet sich für Vorsätze. Aber traditionell nimmt sich der Mensch die ganz tollen Dinge eben für das neue Jahr vor. Und damit wären wir ja auch schon wider bei den Zigaretten. Ja, die sind teurer geworden. Während wir gegessen und getrunken haben und das alte Jahre ebenso feuchtfröhlich verabschiedet haben, wie wir das neue Jahr begrüßt haben, hat sich ganz leise auch der Zigarettenpreis erhöht.

Und dem Luxbacher ist das total egal. Weil ich bin ein Anarchist. Ich halte mich an nichts. An gar nichts. Ich habe im November aufgehört zu rauchen. Weil rauchen ist fürchterlich. Extrem gefährlich. Abgesehen davon, dass jeder von uns sterben wird, stellt es die Zigarette förmlich sicher. Und wo gibt es denn noch ein Wirtshaus, wo man wirklich gemütlich sitzen und rauchen kann? Und wo wird es das in einigen Monaten geben, wenn die Rauchergesetze wirklich schlagend werden? Nein, ich will nicht auf der Straße angespuckt werden. Ich hab aufgehört.

Abgesehen von den Zigaretten wird auch sonst noch allerhand teurer geworden sein. Das wird man dann so nach und nach feststellen, wenn die Rechnungen für das neue Jahr so herein flattern. Aber der Trost in der ganzen Geschichte: Wir haben dafür ein ganz neues Jahr bekommen. 12 Monate. Alles ist möglich. Schön kann es werden. Ganz, ganz schön kann es werden.

Warum bei uns das neue Jahr mitten im Winter beginnt, weiß ja eigentlich auch keiner so recht. In anderen Ländern ist das irgendwie schlüssiger. In Persien geht es irgendwie im März los mit dem neuen Jahr und bei den Chinesen im Februar. Frühlingsfest nennen die das. Und dann wird heuer das Jahr des Schweines beendet werden und das Jahr der Ratte beginnt.

So weit es das Schwein betrifft, gab es zu Neujahr diesmal ja eine Übereinstimmung zwischen uns und den Chinesen. Nur, dass es bei uns halt jedes Neujahr das Glücksschwein gibt und niemals Ratten. Und so wird die Ratte den Chinesen heuer das Glück der Olympiade bringen und uns ist das Schwein vergönnt, die Fußball-Europameisterschaft austragen zu dürfen. So können wir uns alle auf was freuen.

Und falls Sie sich ärgern, dass Sie den Neujahrsvorsatz heuer vergessen haben, weil Sie zum Jahreswechsel schon etwas erleuchtet waren, haben Sie in unserer wunderbar globalisierten Welt dann im Februar zum chinesischen Neujahr ja noch einmal eine gute Gelegenheit.

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und kennen Sie noch Leute, die rauchen?

 

Ein Unternehmen der Aistleitner-Holding
SVZ.AT als Startseite festlegen Zurück Drucken
Salzburger Volkszeitung, Schrannengasse 6, 5020 Salzburg
Tel: +43(0)662/879491, Fax: +43(0)662/87949113, Mail: