Höher hängen
Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Gleich am Anfang ein Dankeschön. Danke liebe Leserinnen und Leser, dass Sieimmer so viel Anteil an meinen Berichten nehmen. Danke auch, dass Sie mich immer gleich schimpfen, wenn ich einen Fehler mache.
So handelte ja mein letzter Bericht an dieser Stelle davon, dass ich in Folge einer Gesetzesübertretung, die gemeinhin als Raserei bezeichnet wird, meiner gerechten Strafe zugeführt wurde. Das war aber natürlich, wie das halt so meine Art ist, ein wenig lustig verpackt. Und da waren jetzt doch einige Leserinnen und Leser der Meinung, das wäre ein ganz, ganz schlechtes Beispiel für unsere Kinder und Jugendlichen. Nicht, dass sich die dann denken: Naja, ich kann ruhig rasen, sogar der Luxbacher macht das. Und dann zahl ich halt und fertig. Und weil die Leserinnen und Leser, die mich da gleich geschimpft haben natürlich vollkommen recht haben, möchte ich das jetzt wieder gut machen.
Also liebe Kinder und Jugendliche: Zu schnell mit dem Auto fahren ist total pfuigack! Sicher, auch der Luxbacher und sogar Mama und Papa tun es. Viele tun es. Vielleicht tun es fast alle, und wenn wer das Gegenteil behauptet, lügt er. Aber: Es ist und bleibt pfuigack! Und aus! Oder ein weinig EU-konformer: Schnell fahren gefährdet Sie und Ihre Mitmenschen, ganz zu schweigen von der Umweltsauerei, die man mit dem erhöhten CO2 anrichtet. Pfuigack!
Sodale, das wäre wieder erledigt. Obwohl, da fällt mir noch etwas ein. Haben Sie schon einmal beim Drive-in beim Mäcki einen Hamburger Royal mit Käse und ein Cola gekauft und eben dies dann bei 160 Stundenkilometer auf der Autobahn verzehrt. Bildlicher kann man das „Pfuigack“ der Raserei gar nicht darstellen.
Die Rechtschaffenheit kann eben durch nichts ersetzt werden. Nehmen wir zum Beispiel diesen Bösewicht von Postmanager da in Deutschland. Da pascht der mit der reichlich erhaltenen Postmanager-Gage nach Liechtenstein ab und legt das Geld dort an und hinterzieht die Steuer.
Das ist natürlich eine tolle Schlagzeile für die deutsche Blödzeitung, die mit den großen Bildern, Sie wissen eh. Und so etwas schürt natürlich den Hass der allseits so genannten kleinen Leute enorm. Da ist der Ruf danach, ihn doch gleich zu hängen, nicht weit. Hängt ihn höher! Denn der eben so genannte kleine Mann macht so was nicht. Der lässt vielleicht sein Häusl im Pfusch bauen oder bittet den Chef, ihm doch die Überstunden schwarz auszuzahlen. Aber eine Million Steuer hinterziehen würde der kleine Mann nie.
Und auch die Frau vom kleinen Mann tut das nicht. Die würde nie auf die Idee kommen, das Geld, dass Sie vom Herrn Obergschaftlhuber fürs Putzen bekommt, brutto für netto, so „aufs Handerl“ sozusagen, nach Liechtenstein zu bringen. Das könnte sie ja auch gar nicht. Sie braucht das Geld ja für die Frau Lockinger. Die hat daheim so einen kleinen Frisörsalon eingerichtet im ehemaligen Kinderzimmer vom Lockinger-Töchterl. Also kein Geschäft. Mehr so privat. So nachbarschaftlich.
Und selbst die bringt das Geld nicht nach Liechtenstein wie dieser Schweinehund von Manager. Die muss ja eh die Autoreparatur beim Herrn Blechinger noch abzahlen, die der in seiner Garage für Sie gemacht hat. Also ich glaub überhaupt, dass es so Steuergeschichten nur in Deutschland gibt. Bei uns nicht. Und noch mal: Pfuigack!
Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Den zweiten Band vom Luxbacher-Buch haben Sie schon, oder?


Höhepunkt der Kältewelle