Wir sind drei
Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Dass die Zeit wie im Flug vergeht, merkt man ja am besten an sich selbst. Da lebt man so dahin, geht in die Arbeit und zum Wirten und schaut ein wenig fern und schon hat man wieder Geburtstag. In dieser Woche ist es zum Beispiel der Luxbacherin so gegangen. Happy birthday! Aber obwohl sie wieder ein Jahr älter geworden ist, schaut sie immer noch aus wie ein allgemein so genannter junger Hupfer. Und in diesem Alter und vor allem, wenn man so wie die Luxbacherin ohnehin mindestens 10 Jahre jünger ausschaut, als man ist, muss man mit dem Alter auch noch nicht schwindeln.
Bei älteren Damen ist das ja manchmal ein wenig gefährlich mit dem Alter. Nehmen wir zum Beispiel die SVZ her. Die SVZ ist eigentlich vor 63 Jahren gegründet worden, behauptet aber, in dieser Woche drei geworden zu sein. Ein Baby sozusagen. Aber beides stimmt. Tatsächlich ist die SVZ ja wirklich 1945 nach dem Krieg gegründet worden. Und tatsächlich hat sie aber auch vor drei Jahren sozusagen ein neues Leben bekommen. Sie ist eine unabhängige Tageszeitung geworden, jung und frisch und schaut überhaupt nicht aus wie 63. Für mich natürlich eine extreme Feierwoche. Einerseits hat die Luxbacherin Geburtstag gehabt und andererseits die SVZ.
Wir sind drei! Juhu! Da hab ich natürlich schon mit dem Chef, der, seit er die SVZ hat, auch ein wenig gealtert ist, gefeiert. So ein dreijähriges Baby ist ja extrem herzig. Und so haben wir und hoffentlich auch Sie viel Freude mit unserer SVZ.
Ob unsere geliebte Bundesregierung noch recht viele Geburtstage feiert, ist ja nicht ganz so sicher. Bis zum letzten Wochenende haben sich die Roten und die Schwarzen ja gegenseitig mit Neuwahlen gedroht. Aber dann hat ihnen die Niederösterreich-Wahl alles „verpröllt“. Da haben sich die Schwarzen gedacht, dass es in Niederöstereich vielleicht doch am allmächtigen König Erwin Pröll gelegen ist und man auf Bundesebene vielleicht da gewaltig auf das im Volksmund so genannte Maul fallen könnte. Und die Roten, die sich in Niederösterreich bei der Wahl ja quasi aufgelöst haben, sind jetzt so eigentlich überhaupt nimmer so recht für so Wahlen und so was zu haben. Und manche von ihnen denken sogar weiter: Niederöstereich. Der Gusenbauer kommt aus Niederösterreich. Und dort gibt es praktisch keine Roten mehr. Aber der Gusenbauer wäre doch Spitzenkandidat. Der Gusenbauer? Und aus.
Und wie es halt in allen Familien ist, wenn es die Buben wieder einmal gar zu bunt getrieben haben, muss dann halt der Papa her. Ganz streng und böse muss der dann sein. Und drum hat sich jetzt auch der Herr Bundespräsident einmal Gusi und Willi vorgeknöpft. Ui, da wird denen aber der Reis gegangen sein. Da haben sie in die große Hofburg gehen müssen und der Herr Bundespräsident hat ihnen die so genannten Leviten gelesen. Ob er auch das Rohrstöckchen verwendet hat, weiß man nicht genau. Aber jedenfalls wollen jetzt eh wieder beide brav arbeiten. Und Schuld war ohnehin immer der andere. Also leicht hat es der Herr Bundespräsident wirklich nicht mit den beiden Buben.
Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und was wäre, wenn Wahl ist, und keiner geht hin?


Höhepunkt der Kältewelle