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Höhepunkt der Kältewelle
Am Vormittag zeitweise sonnig. Am Nachmittag breiten sich Wolken und leichter Schneefall allmählich auf den Großteil Salzburgs aus.
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Luxbacher

Wo Rauch ist

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Jetzt passt das Wetter endlich wieder zur Jahreszeit. April. Und der April tut ja bekanntlich, was er will. So wie unsere Regierung. Die hat ja jetzt endlich die ganzen Kleinigkeiten erledigt. Also solche Dinge wie, ob man jetzt gleich neu wählen soll oder doch später oder gar nicht und ob und wie man vielleicht doch zusammen arbeiten kann und ob und wie und wann es vielleicht eine Steuerreform gibt und ob die Schenkungssteuer doch gegen eine noch unbegreiflichere Steuer ersetzt wird. Sowas halt.

Jetzt hat man wieder die Tatkraft, sich um die großen, elementaren Dinge zu kümmern. Zum Beispiel um die Frage des Rauchverbotes in allen Gaststätten. Also, dass ich das auch gleich einfüge, nicht dass ich mich da als befangen unglaubwürdig mache, den Luxbacher betrifft das ja praktisch kaum. Also der Luxbacher ist ja, seit er zum letzten Mal aufgehört hat zu rauchen, praktisch Nichtraucher. Also per Deklaration sozusagen. Also ich kauf mir keine Zigaretten mehr. Die Zigaretten, die ich jetzt rauche, kaufen andere. Es sind jedenfalls insgesamt weniger, ich stehe also praktisch als Paradebeispiel der Neutralität zwischen der Welt der Raucher und der Welt der Nichtraucher.

Rauchverbote sind total gut für unsere Wirtschaft. Seit man etwa im benachbarten Bayern nicht mehr in der Gastwirtschaft rauchen darf, haben sich die Gästezahlen unserer Nachbarn in unseren Wirtshäusern dramatisch erhöht. Wohin allerdings die Gäste dann wandern werden, wenn dieses allumfassende Rauchverbot auch bei uns kommt, weiß man nicht.

Italien ist bereits längst Vorreiter in Sachen rauchfreie Lokale. Dort sitzen die Leute vor den Lokalen. Die meisten Restaurants haben vermutlich gar keine Einrichtung mehr. Sitzen ja ohnehin alle vor der Tür. Sogar die ehrenwerten Leute von der Mafia warten jetzt vor der Tür auf das Schutzgeld. Sind ja viele Raucher dabei.

In unseren Breiten wird das mit den Mafiabesuchen vielleicht nicht so ein Problem sein, eher schon das Wetter. Da wird es schon öfter mal so sein, dass man sich entscheiden muss, ob man das Schnitzel bei minus drei Grad im Freien isst und raucht oder nicht raucht und doch drinnen isst. Und ob der große Braune im Regen gar so gut ist mit dem Zigaretterl dazu, ist auch die Frage.

Den Herrschaften von der roten Reichshälfte unserer Regierung geht es ja gar nicht einmal so wirklich um den Schutz der nicht rauchenden Gäste vor den rauchenden Gästen. Es geht ganz wichtig und vor allem auch um die armen Kellner. Die stehen ja da dauernd im Rauch. Und wo Rauch ist, da ist bekanntlich auch Feuer. Die leben ja quasi in der Hölle. Ein Leben lang.

Man müsste das ja weiter spinnen. Die armen Bäcker. Die müssen so früh aufstehen, und dieses staubige Mehl. Lebensgefährlich. Oder die Lehrer. Permanent von Masern und allerlei Kinderkrankheitsviren umzingelt. Tödlich. Von den Briefträgern und den Gefahren, die von Dackeln und Bernhardinern ausgehen, gar nicht zu reden. Und natürlich auch andere Beamte wie Gefängniswärter oder der Portier vom Parlament. Stellen Sie sich das vor! Mit welchen Leuten die tagtäglich zu tun haben.

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und ist der Weihrauch in der Kirche auch krebserregend?


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