design by atikon.com - Werbeagentur Linz, Österreich
Höhepunkt der Kältewelle
Am Vormittag zeitweise sonnig. Am Nachmittag breiten sich Wolken und leichter Schneefall allmählich auf den Großteil Salzburgs aus.
Temperaturen: -25 bis -9 Grad
 

Luxbacher

Alles in Ordnung

Schon wieder Freitag. Wie die Zeit vergeht. Wieder eine Woche rum. Und nichts ist passiert. Das ist ja immer wahnsinnig interessant, wenn man am Freitag auf dem Weg zum Altpapier noch einmal so die Zeitungen der vergangenen Woche durchblättert. Mord und Totschlag, Skandale und Skandälchen, Firmenpleiten und Aktienkrisen. Und dann ist Feitag und irgendwie ist alles wieder recht ok.

Gut, in der letzten Zeit ist die isländische Währung dramatisch gefallen. Allerdings, Hand aufs Herz, wer von uns ist schon bis zu den Ohren in Island investiert oder hält sich den Großteil des Jahres in Island auf? Auch das Aprilwetter ist wieder herzerfrischend. Saukalt an einem Tag, frühlingshaft warm am nächsten Tag, dazwischen Schnee und Regen und Sonnenschein. Super. An so etwas kann man sich festhalten. Das Aprilwetter trotzt dem ganzen Geschreibsel von wegen Klimaverschiebung. Das Aprilwetter ist konstant veränderlich. Das ist super. Alles in Ordnung. Bei der Frau Clinton, die es ja bekanntlich ihrem Herrn Gemahl gleich tun möchte, also nicht was den Umgang mit Praktikantinnen betrifft, wohl aber im Hinblick auf den Einzug in das allseits so genannte Weiße Haus, da läuft es auch ein wenig unrund. Zumindest wenn man den Zeitungen glauben darf, was ich ohne wenn und aber empfehle. Zumindest wenn Sie die richtige Zeitung lesen. Die SVZ.

Also die arme Frau Clinton müht sich schon in den Vorwahlen wahnsinnig ab. Bei uns gibt es ein so unsinniges Vorwahlsystem ja Gott sei Dank nicht. Sonst wären wir niemals zu einer so hervorragenden Regierung gekommen.

Auch von dieser von uns allen geschätzten und geliebten Bundesregierung stand was in der Zeitung. Der Herr Darabos nämlich, ich schreib zur Sicherheit dazu, dass er Verteidigungsminister ist, weil Sie vielleicht noch nichts von ihm gehört haben, der war diese Woche im Tschad. Das ist sehr tüchtig von ihm und bestimmt auch für unser Land von großem Vorteil. Manche meinen sogar, es wäre für die Republik kein Schaden, wenn der Herr Darabos, jener aus dem Burgenland entstammende ehemalige Zivildiener und nunmehrige Verteidigungsminister, gleich dort geblieben wäre. Im Tschad. Ich kann dazu nichts sagen. Ich kenne ihn ja nicht.

Und der Rest unserer Regierung denkt wieder einmal intensiv nach. Zum Beispiel darüber, ob es denn wirklich notwendig ist, dass die Menschen in diesem von uns allen so geliebten Österreich andauernd wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen. Das belastet nämlich die Krankenversicherungen. Bei denen entsteht dadurch vor allem das Problem, dass sie nicht nur Geld über unsere Sozialversicherungsbeiträge einnehmen, sondern für diese Arztbesuche wieder ausgeben müssen. Das ist auch wirklich blöd. Und darum überlegt unsere geliebte Bundesregierung jetzt einmal ganz laut, ob man die Arztbesuche nicht limitieren könnte.

Also Schnupfen dauert ohnehin sieben Tage oder eine Woche. Da braucht man gar nicht zum Arzt. Die Heilungschancen bei Drüsenkrebs sind minimal. Auch hier erscheint das teure Arztgerenne sinnlos. Überdies wird durch diese Arztbesuche das Durchschnittsalter der Leute immer höher. Und das erhöht wieder die Pensionszahlungen. Die Menschen sind ja auch wirklich unverschämt. Ja, in der ganzen Welt demonstrieren so genannte Tibeter gegen die Olympiade in China und angeblich soll sogar in Peking ein Fahrrad umgefallen sein. Alles ins Ordnung?

Ja ja, jetzt ist schon wieder Freitag. Wie doch die Zeit vergeht. Und haben Sie den Wintermantel schon weggeräumt?


Ein Unternehmen der Aistleitner-Holding
SVZ.AT als Startseite festlegen Zurück Drucken
Salzburger Volkszeitung, Schrannengasse 6, 5020 Salzburg
Tel: +43(0)662/879491, Fax: +43(0)662/87949113, Mail: