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„Spargeltarzan” Kevin Kampl will „die Besten Europas ärgern”

„Spargeltarzan” Kevin Kampl will „die Besten Europas ärgern”

Nach der tollen letzten Saison unter „Papa” Roger Schmidt wollen Kevin Kampl (l.) und Alan (r.) unter Adi Hütter endlich auch in der Champions League aufgeigen.

Foto: Red Bull/gepa

Die Möglichkeit, heuer mit Salzburg in der Gruppenphase der Fußball-Champions-League zu spielen, war einer der Hauptgründe für Kevin Kampl, alle Auslandsangebote abzulehnen und stattdessen seinen Vertrag bei Red Bull sogar zu verlängern. Der erste Schritt dorthin soll am Mittwoch(17.30 Uhr/live in ORF eins) in Baku gemacht werden.

„Wir haben das große Ziel, in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Da möchte ich ein Teil davon sein", erklärt Kampl, warnt zugleich aber auch vor dem aserbaidschanischen Meister: „Wir werden sicher nichts geschenkt bekommen und müssen vor allem auswärts eine Topleistung abrufen." So erwartet er das 31.000 Zuschauer fassende Tofiq Bahramov-Stadion als „kleinen Hexenkessel", glaubt aber auch, dass „ihr Stil uns gelegen kommen wird, dass wir pressen können."

An die Gruppenphase – man wäre auch in der vierten und letzten Qualirunde gesetzt – will Kampl noch nicht denken. „Beschäftigen können wir uns damit eigentlich noch nicht, wir müssen in der Realität leben." Eines sei derzeit aber klar: „Unsere Spielart ist sicher so, dass wir die Besten Europas ein bisschen ärgern können."

Der „optimale Saisonstart" mit drei Siegen in drei Pflichtspielen und dem beeindruckenden Torverhältnis von 21:2 zeigt, dass man auch unter Neo-Coach Adi Hütter am richtigen Weg ist. „Wir brauchen keine Änderungen und sollten unserer Linie treu bleiben. Und uns dabei immer weiter verbessern", erläutert Kampl.

Chemie passt auch mit Hütter

Für den slowenischen Teamspieler aus dem deutschen Solingen waren auch bei der Vertragsverlängerung bis 2019 nicht nur sportliche Fragen von Belang. Abgesehen von der konzerninternen Perspektive Leipzig („Sicherlich habe ich noch fernere Ziele im Kopf") ist es nicht zuletzt die atmosphärische Komponente, die Kampl zum Bleiben bewogen hat. „Ich fühle mich hier pudelwohl", bestätigt der ehemalige Leverkusener.

Dazu gehöre nicht zuletzt das Verhältnis zum Trainer. „Ich hatte zu Roger (Schmidt) eine besondere Beziehung", erklärt Kampl, lobt aber auch dessen Nachfolger Adi Hütter. „Er weiß, wie er mit den Spielern umzugehen hat und führt die Arbeit sehr gut fort." Generell gelte: „Es ist mir schon wichtig, dass die Chemie passt, aber um drei Uhr nachts bemuttert werden muss ich nicht."

In seiner „Wohlfühlzone" gestört fühlt sich Kampl nach den Sommerverpflichtungen von Marcel Sabitzer, Massimo Bruno und Naby Keita auch durch den gesteigerten Konkurrenzkampf im offensiven Mittelfeld nicht. „Für mich ist das gar kein Problem. Ich finde es gut, dass wir uns verstärken, wir brauchen Leute, die nachrücken", freut er sich über die neuen Mitspieler.

Wohin sein Weg ihn in Zukunft auch führen mag, in Erinnerung wird Kampl dem Salzburger Anhang nicht zuletzt aus optischen Gründen bleiben. Sein Faible für ausgefallene Frisuren ist inzwischen legendär, zwischendurch lässt er auch die Muskeln spielen. Wenn er sich mit nacktem Oberkörper in die „Balotelli-Pose" wirft, steckt aber auch eine gehörige Portion Selbstironie dahinter: „Ich bin keine Kante, eher der Spargeltarzan."

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